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Gibt es ein weibliches Pendant zu Viagra?
Es gibt ein weibliches Pendant zu Viagra – Flibanserin (Addyi) und Bremelanotid –, das aber neurochemisch auf das sexuelle Verlangen wirkt und nicht über die Durchblutung.
Gibt es ein weibliches Pendant zu Viagra? Ja, aber es wirkt völlig anders. Viagra selbst ist für Frauen weder zugelassen noch empfohlen, da ausreichende Studien fehlen. Für Frauen hat die US-Arzneimittelbehörde FDA jedoch zwei Medikamente gegen geringes sexuelles Verlangen zugelassen: Flibanserin (Addyi) und Bremelanotid. Diese werden manchmal „weibliches Viagra“ genannt, zielen aber auf neurochemische Prozesse und nicht auf die Durchblutung wie Viagra. Sie behandeln eine als belastend empfundene verminderte Libido, nicht ein „mechanisches“ Erektionsproblem.
Der Begriff „weibliches Viagra“ führt oft in die Irre. Sehen wir uns an, was es wirklich gibt.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Viagra für Frauen | Nicht zugelassen, nicht empfohlen |
| Zugelassen (FDA) | Flibanserin (Addyi), Bremelanotid |
| Wirkweise | Neurochemisch, nicht über die Durchblutung |
| Ziel | Vermindertes sexuelles Verlangen |
Überblick über Viagra
Viagra oder Sildenafil ist ein Medikament, das die erektile Dysfunktion bei Männern behandelt, indem es den Blutfluss zum Penis erhöht. Trotz seiner weiten Verbreitung ist Viagra für Frauen weder zugelassen noch empfohlen, da keine ausreichenden Studien zu seiner Wirkung bei Frauen vorliegen. Der männliche Wirkmechanismus – mehr Durchblutung – lässt sich nicht einfach auf die weibliche sexuelle Reaktion übertragen.
Das weibliche Äquivalent: der FDA-Blick
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat zwei Medikamente zur Behandlung des geringen sexuellen Verlangens bei Frauen vor der Menopause zugelassen: Flibanserin (Addyi) und Bremelanotid. Diese, manchmal als „weibliches Viagra“ bezeichnet, zielen auf die Behandlung sexueller Funktionsstörungen bei Frauen ab, die ein geringes, als belastend empfundenes sexuelles Verlangen haben. Es geht also um die Lust, nicht um eine mechanische Funktion.
Flibanserin (Addyi)
Flibanserin, vermarktet unter dem Markennamen Addyi, wurde ursprünglich als Antidepressivum entwickelt. Es wirkt auf Botenstoffe im Gehirn und wird täglich eingenommen, nicht bei Bedarf. Damit unterscheidet es sich grundlegend von Viagra: Statt kurzfristig die Durchblutung zu steigern, beeinflusst es über einen längeren Zeitraum die neurochemische Balance, die das sexuelle Verlangen mitbestimmt.
Warum der Vergleich hinkt
Der Begriff „weibliches Viagra“ ist deshalb irreführend: Männliche und weibliche Präparate greifen an ganz unterschiedlichen Stellen an. Bei Männern geht es meist um die Erektion (Durchblutung), bei Frauen um das Verlangen (Neurochemie). Wer über solche Medikamente nachdenkt, sollte sich ärztlich beraten lassen, denn Wirkung, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen sind sehr verschieden.
Zum Mythos, was der weibliche Cialis-Streich ist. Zum Generikum, ob generisches Viagra in den USA erhältlich ist. Und zu einem natürlichen Mittel, ob Olivenöl hilft.
Häufige Fragen
- Gibt es ein weibliches Pendant zu Viagra?
- Ja: Flibanserin (Addyi) und Bremelanotid, die aber neurochemisch wirken, nicht über die Durchblutung.
- Ist Viagra für Frauen geeignet?
- Nein: Es ist für Frauen weder zugelassen noch empfohlen.
- Was behandeln die weiblichen Präparate?
- Ein vermindertes, als belastend empfundenes sexuelles Verlangen.
- Warum ist der Begriff „weibliches Viagra“ irreführend?
- Weil die Präparate an ganz anderen Stellen ansetzen: Verlangen statt Durchblutung.
Für den Gesamtüberblick, zurück zum Hub zur erektilen Dysfunktion.