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Verursachen Kalziumkanalblocker erektile Dysfunktion?

Kalziumkanalblocker verursachen vergleichsweise selten eine erektile Dysfunktion – seltener als Betablocker oder bestimmte Diuretika –, ganz ausgeschlossen ist es aber nicht.

Verursachen Kalziumkanalblocker erektile Dysfunktion? Im Vergleich zu anderen Blutdruckmitteln eher selten. Kalziumkanalblocker (CCBs) wie Amlodipin, Diltiazem und Verapamil entspannen die Blutgefäße und senken den Blutdruck; sie gelten als vergleichsweise „potenzfreundlich“, verursachen also seltener eine ED als etwa Betablocker oder bestimmte Diuretika. Ganz auszuschließen ist eine sexuelle Nebenwirkung jedoch nicht, da die Reaktion individuell ist. Wer nach Beginn eines CCB Erektionsprobleme bemerkt, sollte dies mit dem Arzt besprechen, statt das Mittel eigenmächtig abzusetzen.

Blutdruckmedikamente und Potenz sind ein häufiges Thema. Sehen wir uns die Kalziumkanalblocker genauer an.

AspektDetail
Was sie sind Blutdruckmittel, entspannen die Gefäße
Beispiele Amlodipin, Diltiazem, Verapamil
ED-Risiko Vergleichsweise gering
Bei Problemen Mit dem Arzt sprechen, nicht absetzen

Die Rolle der Kalziumkanalblocker

Kalziumkanalblocker (CCBs) sind eine Klasse von Arzneimitteln, die die Bewegung von Kalzium in die Zellen des Herzens und der Blutgefäße beeinflussen. Indem sie die Blutgefäße entspannen und die Arbeitsbelastung des Herzens verringern, behandeln sie wirksam Erkrankungen wie Bluthochdruck. Gängige Beispiele sind Amlodipin, Diltiazem und Verapamil. Gerade weil sie die Gefäße weiten, gelten sie als eher günstig für die Durchblutung.

Allgemeine Nebenwirkungen

CCBs werden von den meisten Menschen gut vertragen, können aber wie jedes Medikament Nebenwirkungen haben. Dazu zählen Verstopfung, Schwindel, schneller Herzschlag, Müdigkeit, Hautrötung, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hautausschlag. Es ist wichtig, diese möglichen Effekte mit dem Arzt zu besprechen, um Risiken und Nutzen des Medikaments richtig einzuordnen.

CCBs und sexuelle Probleme

Im Vergleich zu den meisten anderen Blutdruckmedikamenten verursachen CCBs seltener sexuelle Probleme. Betablocker und bestimmte Diuretika stehen deutlich stärker mit einer ED in Verbindung. Ausgeschlossen ist eine sexuelle Nebenwirkung bei CCBs jedoch nicht, denn die individuelle Reaktion variiert. Manche Männer bemerken nach Beginn der Therapie Veränderungen, andere gar nicht.

Was zu tun ist

Treten nach Beginn eines Kalziumkanalblockers Erektionsprobleme auf, sollte man das mit dem Arzt besprechen – nicht das Mittel eigenmächtig absetzen, da ein unkontrollierter Blutdruck gefährlich ist. Oft gibt es Alternativen oder Anpassungen, etwa der Wechsel zu einem „potenzfreundlicheren“ Wirkstoff. Da die ED viele Ursachen haben kann, prüft der Arzt auch, ob andere Faktoren beteiligt sind.

Bluthochdruck selbst kann ED verursachen

Bei der Frage nach dem Zusammenhang wird oft übersehen, dass nicht nur Medikamente, sondern die zugrunde liegende Erkrankung eine Rolle spielt. Bluthochdruck selbst schädigt über die Jahre die Blutgefäße und beeinträchtigt die Durchblutung – auch die des Penis. Eine ED bei einem Patienten mit Bluthochdruck ist daher häufig eine Folge der Erkrankung, nicht allein des Medikaments. Genau deshalb ist ein eigenmächtiges Absetzen doppelt problematisch: Es beseitigt nicht sicher die ED, gefährdet aber die Blutdruckkontrolle. Sinnvoller ist es, gemeinsam mit dem Arzt sowohl den Blutdruck gut einzustellen als auch, falls nötig, ein potenzfreundliches Präparat zu wählen.

Blutdruckmittel und Viagra

Wer wegen Bluthochdrucks behandelt wird und zugleich eine ED hat, kann in vielen Fällen einen PDE5-Hemmer wie Viagra einnehmen – allerdings nur nach ärztlicher Prüfung. Entscheidend ist, dass keine Nitrate im Spiel sind und der Blutdruck stabil eingestellt ist. So lassen sich beide Anliegen sicher vereinbaren.

Zu Antidepressiva, ob man Viagra damit kombinieren kann. Zu den Risikofaktoren, welche es gibt. Und zu Fälschungen, die Gefahren von gefälschtem Viagra.

Häufige Fragen

Verursachen Kalziumkanalblocker ED?
Vergleichsweise selten – seltener als Betablocker oder bestimmte Diuretika –, aber nicht völlig ausgeschlossen.
Welche Wirkstoffe gehören dazu?
Zum Beispiel Amlodipin, Diltiazem und Verapamil.
Was tun bei Erektionsproblemen?
Mit dem Arzt sprechen; das Mittel nicht eigenmächtig absetzen.
Gibt es Alternativen?
Oft ja, etwa ein Wechsel zu einem potenzfreundlicheren Wirkstoff.

Für den Gesamtüberblick, zurück zum Hub zur erektilen Dysfunktion.